MEGA Pulverbeschichtungen – Ihr leistungsstarker Partner für Pulverlack-beschichtungen in Vorarlberg

Die Farben 

Die im Folgenden angeführten Punkte spiegeln allerdings lediglich einen kleinen Bruchteil der umfassenden Komplexität der optischen Farbwahrnehmung und der Funktionsweise des menschlichen Sehsinnes wider. Mit diesem in aller Kürze dargestellten Exkurs möchten wir vor allem die Problematik aufzeigen, dass eine vermeintliche, auf einem Farbfächer definierte Farbe vom Endprodukt abweichen kann. Weitgehend Abhilfe schafft im Bereich der Pulverbeschichtungen die Anfertigung von Musterblechen, welche unser Unternehmen mit Sitz in Vorarlberg auf Wunsch gerne für Sie anfertigt.

Die DIN 5033 definiert Farbe als „diejenige Gesichtsempfindung eines dem Auge des Menschen strukturlos erscheinenden Teiles des Gesichtsfeldes, durch die sich dieser Teil bei einäugiger Beobachtung mit unbewegtem Auge von einem gleichzeitig gesehenen, ebenfalls strukturlosen angrenzenden Bezirk allein unterscheiden kann". Visuelle Einflüsse wie Struktur – also Licht-Schatten-Wirkungen –, Glanz und die Rauigkeit vom Farbbegriff verändern die optische Wahrnehmung des Menschen. Unsere visuelle Wahrnehmung erfolgt durch Rezeptoren, die sich auf der Netzhaut befinden.

Es handelt sich dabei um Stäbchen für Hell-/Dunkel-Kontrast sowie Zapfen für die Farbwahrnehmung (S-Typ: Blaurezeptor, M-Typ: Grünrezeptor und L-Typ: Rotrezeptor). Gemäß einschlägiger Studien kann das menschliche Auge nach obiger Definition rund zehn Millionen Farben unterschieden, wobei Frauen geringfügig mehr Farbnuancen erkennen als Männer. Andererseits soll das Sehvermögen der Männer in der Dämmerung das der Frauen übertreffen. Darüber hinaus sind das Verhältnis sowie die Anzahl der Rezeptoren von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei rund zehn Prozent der Bevölkerung liegt eine Farbenfehlsichtigkeit, die sogenannte Dyschromatopsie, vor).

Die Vorbehandlung

Ob Pulver- oder Nasslack: Den wohl bedeutendsten Einfluss auf den Korrosionsschutz und die Lackhaftung im Rahmen einer Pulverlackbeschichtung hat das jeweils verwendete Vorbehandlungssystem. Dabei werden im Allgemeinen die zu beschichtenden Substrate mittels wässriger Lösungen gereinigt, entfettet, unterschiedlich stark gebeizt, um Oxydschichten fachgerecht zu entfernen, und nach den jeweiligen Behandlungsschritten gespült, um die Oberfläche zu aktivieren.

Bei einer Pulverlackbeschichtung kann der Aufbau einer Konversionsschicht während des gesamten Vorbehandlungsprozesses an mehreren Stellen erfolgen. Unter Konversionsschicht versteht man eine mit dem metallischen Grundkörper (Substrat) stark verbundene und durch eine chemische Reaktion hergestellte unterschiedlich stark ausgebildete Schicht, die nach der Trocknung den Korrosionsschutz erhöht und die Lackhaftung stark verbessert, was als Passivierung der Oberfläche bezeichnet wird.


Neben der Anwendung in der Oberflächentechnik kommen Konversionsschichten auch zum Einsatz, um die Bearbeitbarkeit von Metallen zu optimieren. Dies ist bei einer Pulverlackbeschichtung beispielsweise beim Ziehen oder Kanten der Fall. Der Vollständigkeit halber möchten wir an dieser Stelle auf die zahlreichen weiteren Möglichkeiten hinweisen, mit welchen Metallteile auf eine Beschichtung vorbereitet werden können. Einige typische Beispiele dafür sind Sandstrahlung, Anodisation oder KTL.

Dank unserer unterschiedlichen Vorbehandlungsverfahren sind wir dazu in der Lage, alle Stahlsorten, verzinkten Stahl, Aluminium, praktisch alle Alulegierungen sowie den Großteil anderer gebräuchlicher Metalle, aber auch Kunststoffe im Rahmen einer Pulverlackbeschichtung, fach- und sachgerecht zu bearbeiten. Aluminium, Alulegierungen sowie feuerverzinkten Stahl fertigen wir entsprechend der Richtlinien von GSB International und QUALICOAT International. Diese Organisationen prüfen unter anderem Vorbehandlungschemikalien und Beschichtungspulver und geben Mindestanforderungen für den Produktionsprozess und das Prüfwesen vor). Unser Unternehmen MEGA Pulverbeschichtungen in Vorarlberg ist allerdings nicht Mitglied der genannten Organisationen. Bei Interesse erhalten Sie weiterführende Informationen in deutscher Sprache auf den Websites www.gsb-international.de sowie www.qualicoat.ch.


Aufgrund des hohen Anteils an Stahlteilen für den Maschinen- und Anlagenbau legt unser Team von MEGA Pulverbeschichtungen einen besonders hohen Stellenwert auf die Beschichtungsgüte von Stahlteilen. Ein Großteil der uns zum Beschichten übergebenen Stahlteile wird im Anschluss an das Beschichten zusätzlich spannend bearbeitet oder die Lackschichten müssen starken Belastungen standhalten. Zu diesem Zweck setzen wir Schraubverbindungen ein. Durch unser modifiziertes Vorbehandlungsverfahren und die Verwendung ausgewählter Beschichtungsstoffe ist uns die Erfüllung dieser hohen Anforderungen auf dem anspruchsvollen Gebiet der Pulverlackbeschichtungen möglich.

Eine Ausbesserung der beschichteten Oberflächen nach der Fertigung und Endmontage dieser Teile ist meist nicht notwendig oder lediglich in einem geringen Ausmaß erforderlich. Somit müssen sich die Kunden von MEGA Pulverbeschichtungen mit Sitz in Vorarlberg kaum mehr um die Oberflächen kümmern. Ihr Vorteil: Durch den Wegfall der Nachbearbeitung verringern Sie die Personalkosten und Fertigungszeiten pro Anlage und erhalten neben einer verbesserten Optik selbstverständlich auch einen optimierten Durchsatz.

Für den Einsatz einer wässrigen Vorbehandlung im Rahmen einer Pulverlackbeschichtung finden insbesondere zwei Anlagentypen Verwendung:

  • das Tauchverfahren
  • das Spritzverfahren


Für das Tauchverfahren wird das zu beschichtende Stückgut beispielsweise auf Traversen aufgehängt und mittels Kran in die verschiedenen Behandlungs- und Spülbäder eingetaucht. Mit Ausnahme einzelner Anwendungsgebiete wurden diese Anlagen in den letzten Jahren vermehrt durch moderne Spritzanlagen ersetzt.

Beim Spritzverfahren wird das Stückgut üblicherweise ebenfalls auf Traversen aufgehängt. Die Beförderung dieser Traversen erfolgt in der Regel mittels Hängebahnen oder auf Schienen. Das betreffende Stückgut wird wahlweise in eigenen Kammern aufgehängt oder in Durchlaufanlagen mit den jeweiligen Behandlungs- oder Spülflüssigkeiten besprüht. Basierend auf seinen zahlreichen Vorzügen konnte sich dieser Anlagentyp in den letzten Jahren flächendeckend durchsetzen.

Die Vorteile des Spritzverfahrens bei Pulverlackbeschichtungen sind unter anderem:

  • Erzielung eines besseren – vor allem mechanischen – Reinigungseffekts aufgrund problemlos regelbarer Spritzdrücke.
  • Gewährleistung des notwendigen chemischen Stoffaustauschs, der bei der Beizreaktion oder bei der Ausbildung einer Konversionsschicht essentiell ist, durch den ständigen „Nachschub“ an frischer Lösung.
  • Gesteigerte Effektivität der Spülwirkung, wodurch reinere Oberflächen erzielt werden können.
  • Umweltneutralere Anlagen durch den sparsameren Stoff- und Energiehaushalt.


Wie bereits angedeutet, müssen die zu beschichtenden Teile aufgehängt werden. Dazu werden in der Pulverbeschichtung entsprechende Löcher, Laschen, Ösen, Gewindebohrungen etc. benötigt, um mit Hacken, Ringschrauben, Draht usw. das Stückgut fach- und sachgerecht aufzuhängen. Weiters ist zu beachten, dass bei der wässrigen Vorbehandlung Hohlräume, Verstrebungen, Wannen und dergleichen total auslaufen müssen oder das Eindringen von Wasser unterbunden werden muss.

Zudem muss bei verschweißten Hohlräumen berücksichtigt werden, dass sich aufgrund der nachfolgenden Einbrenntemperaturen von etwa 200 °C geringe Überdrücke aufbauen. Diese entweichen meist schlagartig, falls das Material diesem Druck nicht standhält, und verursachen aufgrund der dadurch ausgetriebenen Nebenprodukte wie Korrosionsschutzöle oder Reste von Bohr- oder Schneidemulsionen umfassende Verunreinigungen.

Haftwassertrockner

Im Anschluss an diese „nasse Phase“ werden die verschiedenen Substrate thermisch getrocknet und das Vorbehandlungsverfahren ist somit abgeschlossen. Unsere flexible Anlage ermöglicht an dieser Stelle unserem Betrieb MEGA Pulverbeschichtung in Vorarlberg einen weiteren Behandlungsschritt: das Tempern.

Denn die Erwärmung einiger Substrate – typischerweise bei Aludruckguss sowie zum Teil bei feuerverzinktem Stahl – kann Ausgasungen hervorrufen. Es handelt sich dabei unter anderem um Lufteinschlüsse in Poren oder chemische Reaktionen unter Wasserstoffabspaltung. Das Tempern stellt den Versuch dar, Substrate unter Wärmeeinwirkung vor der Beschichtung zu entgasen. Dies erfolgt normalerweise über der eigentlichen Einbrenntemperatur.

Pulverlackapplikation

In der Regel werden Pulverlacke elektrostatisch auf das zu beschichtende Substrat aufgetragen. Unter Elektrostatik wird dabei die Lehre von ruhenden elektrischen Ladungen und den damit im Zusammenhang stehenden Erscheinungen verstanden. Somit setzt die elektrostatische Pulverbeschichtung naturgemäß Beschichtungsstoffe mit einem hohen elektrischen Widerstand voraus, damit die Ladung nicht abfließen kann und das Pulverteilchen aufgrund der coulombschen Kräfte zwischen der Pulverladung und der Ladung auf der Werkstückoberfläche, die eine entgegengesetzte Polarität aufweist, bis zum Einschmelzprozess sicher haften bleibt.



Coulombsche Kräfte sind beispielsweise dann wirksam, wenn bestimmte Materialien nach dem Reiben leichte Teilchen anziehen. Darüber hinaus werden sie unter anderem deutlich gespürt, wenn sich Körperhaare in der Nähe eines Röhrenfernsehers aufrichten.

Für die Pulverbeschichtung sind von den zahlreichen möglichen Auflademechanismen lediglich zwei von Bedeutung:

  • triboelektrische Prozesse (Kontaktaufladung oder Elektrisierung): Aufladung durch Berührungs- und Reibungseffekte, das heißt zur elektrischen Aufladung durchströmt ein Gemisch aus Luft und Pulverlack unmittelbar vor der Zerstäubung einen Isolierstoffkanal.
  • Ionisation (Koronaaufladung): Hierbei wird ein Pulver-Luft-Gemisch im elektrischen Feld einer Koronaelektrode, die an eine hohe Gleichspannung angeschlossen ist, zerstäubt. Bei diesem Prozess lagern sich freie Luftionen an den Pulverteilchen an.


Unsere moderne Anlage ermöglicht dem Team von MEGA Pulverlackbeschichtungen in Vorarlberg, je nach Bedarf beide Verfahren einzusetzen. Ziel ist es, die gesamte Oberfläche eines Werkstückes möglichst gleichmäßig zu beschichten. Je nach Geometrie ist das nicht immer einfach und setzt den Einsatz kompetenter Beschichter mit langjähriger Erfahrung auf diesem komplizierten und anspruchsvollen Bereich voraus. Unsere – auf SPS-Basis gestützte – Anlagentechnik misst und regelt in Sekundenbruchteilen Spannung und Stromstärke, sie überwacht Druckluft und Durchflussmengen und unterstützt den Beschichter bei der Erzeugung gleichmäßiger Schichtstärken.

Pulverlack

Bei Pulverlacken handelt es sich um lösemittelfreie Beschichtungsmaterialien. Die Applikation auf die zu beschichtenden Substrate erfolgt meist elektrostatisch. Die Vernetzung wird in der Regel thermisch aktiviert und erfolgt häufig in Heißluftkammern. Allerdings besteht bei speziellen Pulverlacken alternativ die Möglichkeit einer Aushärtung mittels Infrarot- oder UV-Strahlung. Dabei werden im Rahmen der Pulverlackbeschichtung geschlossene und gut haftende duroplastische Überzüge erzeugt, die selbst extrem hohen Beanspruchungen standhalten.

Eine weitere Form der Beschichtungstechnik, die wir von MEGA Pulverbeschichtungen in Vorarlberg allerdings nicht anbieten, die aber der Vollständigkeit halber angeführt werden sollte, stellt das Wirbelsintern dar. Dabei wird ein Luft-Kunststoffpulver-Gemisch gleichmäßig auf ein vorerwärmtes Substrat aufgeschmolzen.


Wie die meisten Oberflächenbehandlungen, weisen auch Pulverlackbeschichtungen in der Hauptsache zwei unterschiedliche Funktionen auf:

  • Dekoration: Farbe, Struktur, Glanz etc.
  • Funktion: Korrosionsschutz, Isolation, Temperaturbeständigkeit etc.

Seit ihren Anfängen in den 1960er-Jahren hat sich die Pulverlacktechnologie inzwischen zu einer ausgereiften Alternative zu Flüssiglacken entwickelt. Vor allem ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile präsentieren sich in der Lacktechnik als zukunftsweisend. Im Gegensatz zu Flüssiglacken werden bei Pulverbeschichtungen bereits in einem Arbeitsgang wahlweise Schichtdicken von rund 50 bis 100 µm gebildet. In einem weiteren Arbeitsgang sind Schichtdicken bis über 200 µm möglich. Geeignete Beschichtungsträger sind nahezu sämtliche festen Metalle sowie prinzipiell auch Substrate wie Kunststoff, Glas, Holz (MDF) oder Ton.

Häufige Fehlerursachen bei der Pulverlackbeschichtung

Ohne definierte Angabe erhalten Sie von uns standardgemäß einen glatt verlaufenden Lack im Glanzgrad 55 – 75 GU.
Die Messung des Glanzgrades erfolgt mittels Reflektometer nach ISO 2813/60 [°] Messwinkel. Die Einheit ist GU (Gloss Units).
Han
delsübliche Farbabstufungen bei einer Pulverlackbeschichtung: glänzend, mit Glanzgrad von 80–95 GU

  • seidenglänzend, mit Glanzgrad von 55–75 GU
  • seidenmatt, mit Glanzgrad von 35–60 GU
  • matt, mit Glanzgrad von 20–35 GU
  • stumpfmatt, mit Glanzgrad unter 15 GU

Bei Oberflächen in Grob- oder Feinstruktur und einer Vielzahl von Effekten (z. B. Metallic) sind Glanzgradmessungen nach ISO 2813 nicht durchführbar. Übliche Richtwerte sind seidenglanz 70 ± 5 GU oder matt 25 ± 5 GU

Wichtige Informationen zum Thema Pulverlackbeschichtung von Ihrem Experten in Vorarlberg

Aluminium

Auf Aluminium-Strangpressprofilen können die visuell mit bloßem Auge kaum wahrnehmbaren Pressflöhe oder andere herstellungsbedingte Ablagerungen wie Ausseigerungen nicht nur das optische Erscheinungsbild, sondern auch die Haftfestigkeit der Beschichtung negativ beeinflussen. Ab einer Rautiefe von Rmax > 9 µm können zudem je nach Lacksystem und Glanzgrad auch Pressstreifen sowie Rauigkeitsunterschiede sichtbar werden. Außerdem wird sich in Profilhohlräumen befindliche Sägespäne etc. häufig nicht einwandfrei abgespült, was eine häufige Ursache für Oberflächenfehler darstellt.

Bei Ausseigerungen handelt es sich um Produkte, die fest am Profil anhaften. Sie entstehen in Abhängigkeit von der eingesetzten Aluminiumqualität und den angewendeten Prozessparametern beim Strangpressen aus der Oxydform der Spurenelemente, was insbesondere bei Magnesium, Silizium oder beispielsweise auch Sauerstoff und Bor der Fall ist. Hinzu kommen Eisenablagerungen – sichtbar in Form von braunen Einlagerungen im Aluminium –, die durch Abrieb am Presswerkzeug entstehen, wenn dieses über einen zu langen Zeitraum verwendet wird und deshalb durch Materialermüdung verschleißt.

Bei der Verarbeitung von Aluminium-Walzblechen empfiehlt das Team von MEGA Pulverbeschichtungen in Vorarlberg die Verarbeitung der Blechgüte H24, H34 usw. Diese Blechqualitäten werden nach dem Walzprozess zwischen 220 °C und 250 °C nachgeglüht (H24: einfach, H34: zweifach), wodurch innere Spannungen teilweise kompensiert werden. Beim Einbrennen des Pulverlackes bei nicht nachgeglühten Blechen, wie beispielsweise in Hinblick auf die Blechqualität H14, kann es zu extremen Materialdeformationen kommen.

Anodisation

Bei anodisierten Oberflächen können je nach Art der Anodisation eine ungenügende Lackfilmhaftung und – wenn auch selten - Oberflächenstörungen in Form von Kratern und Blasen hervorgerufen werden. Aus diesem Grund empfehlen wir als Ihre Experten für Pulverlackbeschichtungen in Vorarlberg, vom Lieferanten entsprechende Informationen einzuholen sowie vorzugsweise eine Probebeschichtung einschließlich einer Vorbehandlung durchzuführen.

Stahl

In der Regel stellt eine Pulverbeschichtung bei allen Stahlsorten keinerlei Probleme dar. Allerdings sind beschichtete Stahlteile, sofern keine spezielle Vorbearbeitung erfolgt, ausschließlich für eine Verwendung im Innenbereich geeignet. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang bitte, dass wie bei allen anderen zu beschichtenden Flächen auch bei Stahl das optische Erscheinungsbild sehr stark von der Beschaffenheit des Untergrundes abhängt.

Beschichtung von bearbeiteten Stählen – zum Beispiel für Maschinen- und Anlagenbau sowie Stahlbau usw. – und Zunderschichten, Schweißnähten, Kantungen, Schleifstellen etc. werden in der Praxis häufig ohne eine weitere Behandlung ausgeführt. Allerdings ergibt erst eine fach- und sachgerecht durchgeführte Sandstrahlung des fertigen Teils eine gewünschte vorhersehbare Beschichtungsqualität sowie ein gleichmäßiges Erscheinungsbild der Oberfläche.


Korrosionsschutzbeschichtungen auf Stahl

finden zunehmend Beliebtheit. Wir beraten Sie sehr gerne. Möglich sind Anwendungen bis zur Korrosionsschutzkategorie C 5 (Nach EN 12944). Mit unseren Thermolasten erreichen wir Im3.

Edelstahl und Chrom

Die bekannten Vorbehandlungsverfahren ergeben sowohl bei Edelstahl als auch bei Chrom keine geeigneten Haftvermittlungsschichten. Aus diesem Grund ist die Lackfilmhaftung ausschließlich über eine entsprechende raue Oberfläche zu erreichen, die anhand einer mechanischen Aufrauung erzielt wird. Fehlt diese, können die Teile lediglich mit einer geeigneten Grundbeschichtung und anschließender Deckbeschichtung versehen werden. Wir von MEGA Pulverlackbeschichtungen in Vorarlberg empfehlen daher, das Beschichtungssystem im Vorhinein zu überprüfen, denn ohne eine darauf abgestimmte Behandlung ist die Verwendung der betreffenden Chrom- und Edelstahlteile nur in Innenbereichen möglich.

Verzinkter Stahl (Duplex)

Je nach Stahlqualität, Qualität der Verzinkung, Zinkschichtdicke und Hohlräumen in der Zinkschicht neigen verzinkte Stahlteile beim Einbrennen von Pulverlacken zu Ausgasungen. Im Zuge dessen werden auf der beschichteten Oberfläche Bläschen und Poren, sogenannte Krater, sichtbar.

Unser Tipp: Verwenden Sie ausschließlich geeignetes Material. Vorzugsweise: S235JR+AR
So enthalten andere Stahlsorten wie etwa S355J2+N beispielsweise ungünstige Anteile an Silizium und Phosphor, in dieser Hinsicht sind Gehalte bis 0,12 Prozent bzw. über 0,28 Prozent besonders risikobehaftet. Bei diesen Stahlsorten kann es während der Beschichtung nach dem Feuerverzinken zu Reaktionen bzw. Ausgasungen kommen. Aus ähnlich gelagertem Grund sollte im Rahmen von Feuerverzinkungen mit nachfolgender Pulverlackbeschichtungen auch die Kombination verschiedener Stahlsorten vermieden werden. Sie sollten bei der Auftragsvergabe den Verzinker in jedem Fall auf die nachfolgende Pulverbeschichtung hinweisen!

MEGA Pulverlackbeschichtungen im Vorarlberg empfiehlt:

  • Bestellen Sie eine Stückverzinkung nach DIN EN ISO 1461!
  • Weitere Bearbeitungsschritte nach der Verzinkung – wie etwa eine Chromatierung, die die Zinkschicht vor Korrosion schützt – sollten im Vorfeld mit unseren Mitarbeitern abgeklärt werden. Beachten Sie bitte: Eine Behandlung mit transparenten Tauchlacken, wie zum Beispiel Zincomet ®, ist für nachfolgende Pulverbeschichtungen äußerst nachteilig.
  • Halten Sie außerdem Nässe und Feuchtigkeit von den verzinkten Teilen fern.
  • Vermeiden Sie eine Zwischenlagerung vor dem Beschichten und achten Sie darauf, dass die Teile nicht verschmutzt werden, beispielsweise im Zuge eines offenen Transports.
  • Das Nachbearbeiten verzinkter Teile wie Schleifen, Bohren etc. führen zu einer Verminderung der Zinkschicht und damit zu einer Verringerung des Korrosionsschutzes. Ein Abtrag bis auf das Grundmaterial führt zudem zu Haftungsproblemen bei der Beschichtung. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Zinkschichtstärke gemäß DIN EN ISO 1461 nicht unterschritten werden darf und im Allgemeinen mindestens 80 µm beträgt. Schäden in der Zinkschicht dürfen entsprechend der oben angeführten Norm ausgebessert werden.


Wir bitten Sie, uns bei risikoreichen Werksstücken anzusprechen. Unser kompetentes Team von MEGA Pulverbeschichtungen mit Sitz in Vorarlberg berät Sie gerne über weitere mögliche Maßnahmen wie Tempern, Sweepen, spezielle Beschichtungen etc. - Korrosionsschutznormen (EN 12944, RVS, …).

Guss

Je nach Gussart und Gussqualität können Ausgasungen hervorgerufen werden, die auf der beschichteten Oberfläche als Bläschen und Poren bzw. Krater zutage treten. Zudem können bestimmte beim Gießen verwendete Trennmittel unerwünschte Haftungsprobleme mit sich bringen. Informieren Sie uns bitte im Vorhinein, um derartige Fehler vermeiden zu können – unsere erfahrene Profis für Pulverlackbeschichtungen beraten Sie gerne ausführlich!

Schnittkanten

Sämtliche Schnittkanten, die im Autogenverfahren oder im Laserverfahren hergestellt werden, führen zu Gefügeveränderungen auf den Schnittflächen. Dies wirkt sich negativ auf die Haftungseigenschaften der nachfolgenden Beschichtung aus. Deshalb sind diese durch eine geeignete mechanische Vorbehandlung, zum Beispiel Kantenbrechen oder das Anschleifen bearbeiteter Flächen mittels Strahlen, Schleifen oder Bürsten, zu beseitigen. Das Brechen scharfer Kanten im Rahmen einer Pulverlackbeschichtung ist notwendig, damit ein durchgängiger, gleichmäßiger Schichtaufbau erfolgen kann.

Korrosion

Aluminium, Zink und Stahl, aber auch viele anderen unedle Metalle reagieren zum Teil sehr heftig mit Umwelteinflüssen. Diese chemischen, elektrochemischen bzw. metallphysikalischen Reaktionen werden als Korrosion bezeichnet, die im Allgemeinen mit der Bildung sogenannter Korrosionsprodukte wie Rost, Weißrost oder Metallpatina* verbunden ist. Im Vorfeld von Pulverbeschichtungen gilt es, sämtliche Korrosionsprodukte effektiv zu entfernen. Zudem ist insbesondere bei Produkten aus Aluminium oder verzinktem Stahl, die im Außenbereich verwendet werden, eine künftige Korrosionsbildung zu unterbinden.

*In bestimmten Fällen bilden Korrosionsprodukte im Zusammenspiel mit den Verwitterungsprodukten der Oberfläche, wie Staub und Aerosole, eine zum Teil erwünschte Metallpatina. Typischerweise ist dies bei Kupfer, Bronze, Messing oder beim Brünieren von Eisenlegierungen der Fall.



Korrosionsschutzmittel in der Pulverlackbeschichtung:

  • Werden Fette und Öle als zeitlich begrenzte Korrosionsschutzstoffe eingesetzt, kann dies bei nachfolgend aufgebrachten Pulverbeschichtungen zu Haftungsproblemen führen.
  • Insbesondere verharzte Beölungen können von unseren Mitarbeitern von MEGA Pulverbeschichtungen in Vorarlberg im Rahmen unseres Reinigungs- und Vorbehandlungsprozesses lediglich begrenzt entfernt werden.
  • Beachten Sie bitte: Wenn der Schmelzpunkt der verharzten Beölung bei über 45 °C liegt, ist eine herkömmliche Entfettung nicht mehr möglich und nur anhand eines erhöhten Aufwands durchführbar.

Verarbeitungshilfsmittel, Ziehhilfsmittel, Kleberückstände, Silikone und Beschriftungen bei Pulverlackbeschichtungen

Zum Teil ist es nicht möglich, die genannten Stoffe mittels unserer fachgerechten Vorbehandlung zu entfernen. Nach erfolgter Pulverbeschichtung sind sie häufig für die Entstehung gut sichtbarer Krater und für eine Schlierenbildung verantwortlich, zudem reduzieren sie die Haftungseigenschaften des Beschichtungsstoffes. Aus diesem Grund ist bei der vorherigen Verarbeitung der Rohteile darauf zu achten, dass keine silikonhaltigen Betriebsstoffe bzw. silikonhaltige Trennmittel, die beispielsweise in Bohremulsionen, Ölen und Schmiermitteln, aber auch in Haarspray, Handpflegemitteln und Cockpitsprays usw. enthalten sind, Verwendung finden.

Beschriftungen – beispielsweise mit Markern – sind nach einer weiteren Bearbeitung des Werkstoffes aufgrund einer Überdeckung mit Schleifstaub oder von Schmauchspuren, durch allgemeine Verschmutzung usw. häufig nicht mehr erkennbar. Bei der thermischen Vernetzung des Lackes diffundieren diese Farbstoffe durch den Pulverlack und werden an der Oberfläche sichtbar. Unser Tipp: Verwenden Sie ausschließlich geeignete Beschriftungshilfsmittel!

Aus den oben angeführten Punkten ergibt sich, dass notwendige Nachbearbeitungen häufig äußerst aufwendig und kostenintensiv sind. Das Team von MEGA Pulverbeschichtungen in Vorarlberg dankt seinen Kunden für ihr Verständnis, dass wir diese Kosten nicht zu unseren Lasten tragen können.